Interview OmegaBetaZeta

OBZ: Wie ist CFT PRODUCTIONS entstanden und was war das anfängliche Ziel?
KRAAZ: Nachdem wir vor bald fünf Jahren die ersten Filmchen gedreht hatten, verspürten wir schnell den Drang, Projekte umzusetzen, die nicht nur zu unserem Vergnügen waren, sondern bei denen wir das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentieren konnten. Um bei den darauffolgenden Filmen einen gewissen Wiedererkennungswerk der Macher zu ermöglichen, gründeten wir CFT Productions. Dass dieses „Label“ für so viele Leute mal eine so große Bedeutung haben wird, konnten wir natürlich nicht ahnen.
SCHRÖDER: Das Produzieren von Filmen hat uns von Anfang an unglaublich viel Spaß gemacht. Doch auf welche Art und Weise unsere Projekte von Jahr zu Jahr immer größer und aufwendiger wurden, ist unglaublich und es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, zu sehen, wie viele Menschen mittlerweile das genauso lieben, was wir einst mit einem kleinen Team von 2-5 Personen begonnen haben.

OBZ: Waren der Aufbau und die ersten Schritte schwierig?
MASSARRAT: CFT war es immer wichtig mit jedem Film eine neue Herausforderung zu haben. Jeder Film begann also mit neuen Schwierigkeiten und entwickelte sich dann. Dadurch waren die Anforderungen immer nur so hoch, wie sie schaffbar waren und wuchsen immer mehr, je mehr für uns möglich wurde. Bei Liberty ist das noch etwas anders, da das Projekt über einen so langen Zeitraum geht. Das Projekt wurde schnell deutlich größer als wir erwartet hatten und erforderte mehr Leute und mehr Zeit. Da wir dies anfangs nicht einschätzen konnten, hatten wir Schwierigkeiten mit zu wenigen Leuten, die wir nach Erkennen des Problems aber gut lösen konnten.
SCHRÖDER: Wir haben schon immer mit viel Engagement, Leidenschaft und Mut an unseren Projekten gearbeitet. So konnten wir uns konstant immer weiter verbessern, ohne dabei den Spaß oder unsere Ziele aus den Augen zu verlieren.

OBZ: Wie entstand das erste Filmprojekt?
KRAAZ: Das erste Filmprojekt entstand zu dem Zeitpunkt, als wir ein Alter erreichten, in dem es uns nicht mehr reichte unsere Kreativität in selbstausgedachten Räuberspielen auszuleben. Wir wollten etwas Sinnvolles machen, also fingen wir an Filme zu drehen. Was daraus einmal werden würde, konnten wir uns damals im Entferntesten nicht vorstellen

OBZ: „Gefangen im Netz“ hat den Franz-Traxler-Förderpreis gewonnen. Gratulation! Für alle die noch nie davon gehört haben, worum geht es in „Gefangen im Netz“? Dient der Förderpreis als Motivation?
MASSARRAT: In Gefangen im Netz, unserem 27 minütigen Science Fiction/Action Film von 2016, geht es darum, wie stark die Kontrolle durch das Internet ist. Wir stellten uns vor, das Internet könne im Jahr 2050 in einer Hand liegen – ein solches Monopol würde jegliche Kontrolle und den Zwang zur Konformität erzwingen können. Dagegen wehrt sich eine kleine Gruppe Rebellen und greift das nagelneue Hauptzentrum des Internets an. Obwohl der Preis für uns nicht nur eine Bestätigung sondern auch eine große Freude war, brauchten wir ihn als Motivation nicht mehr, denn schon der Erfolg in unserer Heimatstadt und dass wir es überhaupt geschafft hatten ein so großes Projekt umzusetzen gab uns das Selbstvertrauen, noch höher zu zielen. Den Förderpreis erhielten wir im Februar 2017, damals liefen die Vorbereitungen für unser Kinoprojekt Liberty bereits seit 4 Monaten auf Hochtouren.

OBZ: Unsere Leser würden gerne mehr von euren Projekten erfahren. Erzählt Sie uns doch bitte ein wenig über die Filme und wo man Sie sich ansehen kann.
MASSARRAT: In der Vergangenheit haben wir mehrere Filme gedreht, die man im Nachhinein vor allem als Entwicklungsschritte und Lernprojekte sehen kann. Die letzten beiden „Fremde“ und „Gefangen im Netz“, die beide ausgezeichnet wurden, sind auf unserem YouTube Kanal zu finden. Nach Gefangen im Netz haben wir an einigen Kurzfilmen mitgewirkt, mal mehr mal weniger, und einige Auftragsarbeiten ausgeführt. Unser Fokus liegt allerdings seit November 2016 auf dem Spielfilm Liberty. Dieses Projekt, das das größte deutsche Jugendfilmprojekt ist und an dem derzeit etwa 300 Personen beteiligt sind, handelt von einem armen Entwicklungsland in dem eine brutale Plündergruppe die Schicksale vieler Kinder zerstört.

OBZ: Ist CFT Productions nur etwas für junge Leute oder kann quasi jeder Mitmachen oder euch Unterstützen?
MASSARRAT: Obwohl der Hauptteil des Teams aus Schülern und Studenten besteht, kann jeder mitmachen! Im Alter von 7 bis 70 Jahren hatten wir schon alle am Set und nur dadurch, dass so viele ihre Leidenschaft in die Produktion stecken, sind große Projekte überhaupt möglich.

OBZ: „Liberty“ gerade ein aktuelles Projekt. Für das Drehbuch gab es ebenfalls bereits eine Auszeichnung. Wie sehen die Schritte bei dem Projekt aktuell aus?
MASSARRAT: Wir arbeiten seit Ende 2016 an dem Film. Inzwischen sind 31 von 46 Drehtagen beendet und wir stecken in der Vorproduktion für den letzten Drehblock, indem das Finale und das Ende gedreht werden. Parallel dazu werden die bereits gedrehten ca. 85 Minuten Film geschnitten. Vor dem Dreh werden Locations besichtigt, Kostüme, Requisiten und Kulissen entworfen und gebaut, Storyboards angefertigt, Proben gemacht und Logistikpläne angefertigt. Nach dem Dreh werden wir uns erstmals vollständig auf die Postproduction konzentrieren können: Schnitt, Visuelle Effekte, Musik, Grading und Nachvertonung warten auf uns! Gleichzeitig werden wir die Suche nach einem Verleih verstärken und Anfang nächsten Jahres soll Liberty dann fertig werden und in deutschen Kinos laufen!

OBZ: Was ist das Ziel CFT PRODUCTIONS? Unternehmerisch?
MASSARRAT: Wir erhoffen uns durch die Einzigartigkeit Libertys Aufmerksamkeit. Unser höchstes Ziel wäre, unter dem Label CFT einen weiteren größeren Spielfilm produzieren zu können, bei dem wir dann auch die Zeit und die Mittel für vollendete Perfektion haben. Wir lieben unser Team und wir lieben das Filmemachen – deshalb möchten wir beides unbedingt fortsetzen!

OBZ: Kann man sich auch für Rollen (Haupt-/Neben-) bei euch bewerben? Und was sollte man bei den Bewerbungen beachten und mit senden?
MASSARRAT: Unsere Castings waren bereits im Februar 2017 dementsprechend ist der Bedarf an großen Rollen gedeckt. Komparsen und viele Statisten werden aber noch immer gebraucht! Auf unserer Website (www.cft-productions.de) finden sich alle Informationen! Auf Facebook (CFTProductionsUE) werden häufiger Rollen ausgeschrieben, wenn sich noch etwas ergibt oder wir kleinere Projekte, wie Kurzfilme, umsetzen.

OBZ: Kann man bei euch auch Storyideen einreichen?
MASSARRAT: Wir freuen uns natürlich über jeden, der uns Input gibt oder mit uns arbeiten will, und Storyideen sind dementsprechend auch willkommen! Wenn wir die Kapazitäten dazu haben, sind wir für jede gute Geschichte leicht zu begeistern und freuen uns auf coole Zusammenarbeiten.

OBZ: Wie jeden geben wir auch euch jetzt hier die Möglichkeit alles los zu werden was immer Ihr schon loswerden wolltet. Möchtet ihr euch bei einigen Leuten bedanken? Oder sonstiges…
MASSARRAT: Jedem der Filme macht, möchte ich eines ans Herz legen: Vergesst niemals euer Team. Ihr könnt so viel Technik, Begabung und Erfahrung haben, wie ihr wollt – ihr braucht ein Team, das aus Liebe und Leidenschaft mitmacht, anders gibt es niemals einen guten Film! Deshalb auch hier tausend Herzen an das Team Libertys, das das unmöglichste Ziel möglich macht.